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Die Grande Glière ist eine sehr schöne Bergspitze aus Quarzit. Sie wird auch der "Cervin" der Vanoise genannt. Der Fels ist dort gut und die ein bisschen luftige Hochgebirgsatmosphäre auf dem Gipfel verleiht dieser Tour Charakter.
Von der Berghütte auf dem Col de la Vanoise, die man am Vortag erreicht hat, um 4 Uhr aufstehen, um den Zustieg im Dunkeln zu bewältigen. Über einen kleinen Weg hinabsteigen, den man tags zuvor entlang des langen Sees markiert hat. Sich von der normalen Grande-Casse-Route entfernen, um den See auf 400 m Länge nach N durch Moräneblöcke entlangzugehen. Dann auf die Almen hochsteigen, um über einen kleinen Weg zum Gipfel der Gletschermoräne der Grande Casse zu gelangen.
Auf der Moräne bleiben und bis auf circa 2680 m steigen, dann mit Leichtigkeit den mit Steinen übersäten Gletscher überqueren, um zum Fuße des Col des Schistes zu gelangen. Die steile Moräne so gut wie möglich meistern, dann wieder nach links zu den erdigen und felsigen Hängen gehen. Zu einem Sporn und dann zum Col des Schistes vorstoßen. Von der Hütte aus 1 Std. 30 Min. rechnen.
Auf dem Pass anseilen, dem Felsgrat folgen und dabei in einer Reihe bleiben, dann über ein Band auf der Südseite bis zu einem Bohrhaken und einer Kette gehen, über die man den Sporn in zwei Längen leicht erreichen kann.
Dem Sporn so gut wie möglich mit Hilfe von Steinmännern folgen und dabei die Route abstecken. Die Route verlangt einen gewissen Orientierungssinn. Die Route läuft nämlich ständig im Zick-Zack, bevor sie in den Glière-Gletscher mündet. Ruhig ein paar Seillängen einlegen.
Auf dem Gletscher die Steigeisen anziehen, um leichter zum Col de le Glière zu kommen. Dabei beschreibt man einen Kreisbogen mit einem kleinen Hang am Ende.
Vom Pass aus dem Sporn mit Hilfe eines Bohrhakens bis zu einer kleinen Mauer folgen. Diese überqueren (III+-Passage) und dann weiter dem Sporn folgen, der mit Steinmännern abgesteckt ist, die die Suche nach der richtigen Route erleichtern. Die Route verläuft viel im Zick-Zack. Über eine zwei Längen große Rinne und einen darauf folgenden Durchgang erreicht man die Marienfigur, die von den Bergführern von Pralognan aufgestellt wurde. Auf eine kleine Mauer steigen und dann dem Grat bis zum Gipfel folgen. Von der Berghütte auf dem Col de la Vanoise 4 bis 5 Stunden rechnen.
Der Abstieg von der Grande Glière erfolgt über dieselbe Route wie der Aufstieg bis zum Col de la Glière. Bis zum Pass rechnet man 1 Stunde. Die Steigeisen anziehen, um den Glière-Südgletscher auf der linken Seite hinabzusteigen. Über einen kleinen Hang gelangt man auf circa 2950 m auf eine flache Stelle, die man horizontal überquert, um auf die rechte Seite des Gletschers zu wechseln. Die rechte Seite bis zur rechte Moräne des Gletschers hinabsteigen und dort die Steigeisen ausziehen. Einem von links nach rechts laufenden Band den Wegspuren bis zum Fuße der felsigen Aufschwünge folgen. Sich von dort aus abseilen und zum Lac de la Sechette vorstoßen. Einem steilen Weg folgen, der wieder zum Lac des Vaches und zu den Autos auf dem Fontanettes-Parkplatz führt. Vom Gipfel aus rechnet man 4 Stunden.
Steigeisen, Eispickel, Klettergurt etc.
Erstbesteigung : 27. August 1887 - Christian Almer Sohn, W. A. B. Coolidge.
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Source: camptocamp.org · text under CC BY-SA 4.0